Die malerische Stadt Sozopol ist ein beliebtes Reiseziel - sie befindet sich in südlicher Richtung von der Bezirksstadt Burgas in einer Entfernung von 34 km. Die kleine, aber dennoch lebhafte Siedlung zieht alljährlich viele Touristen aus Inland und Ausland an und ist bekannt für das reiche Kulturerbe, die Sommerfestivals für Künste und die ausgedehnten Strände nebenbei.
Mithin stellt Sozopol die älteste griechische Siedlung an der bulgarischen Shwarzmeerküste dar, gegründet im Jahre 610 v. Chr. von Kolonisten aus Milet. Ursprünglich führte sie den Namen Apollonia zu Ehren des griechischen Gottes der Sonne und der Künste Apollon. Gleich beim Eingang in die Stadt ragte ein 13 Meter hohes Apollon-Standbild aus Bronzen. Zu dieser Zeit galt Sozopol als eine mächtige und ruhmvolle Stadt.

Im Jahre 72 v. Chr. wurde sie jedoch von den Legionen des römischen Feldherren Marcus Lucullus erobert und die Krieger haben die Statue von Apollon als Trophäe nach Rom mitgenommen.

Zu ihrer Blütezeit in der Antike war die Stadt von hohen Mauern umgeben, deren Ruinen heute noch zu sehen sind.
Die reichen Bodenschatzvorräte im Gebiet „Medni rid“ (der Name steht für Kupferhügel) erlaubten der Stadt eigene Münzen zu prägen, was sich nur Odessos und Messembria leisten konnten.


Der gegenwärtige Name Sozopol bedeutet die Stadt der Geretteten und stammt aus dem 5. Jh.
Nach der Eroberung von den osmanischen Türken geht die Stadt schnell unter. Erst im 17 Jh. nimmt ihre Bedeutung als Handelsmittelpunkt an.

Die bis heute erhaltenen Kirchen und Familienhäuser sind aus der Periode der Nationalen Wiedergeburt.

Über 45 Gebäuden in der Stadt sind für Kulturdenkmäler erklärt. Die Häuser, ähnlich den Häusern von Nessebar, sind ein Vorbild der pontischen Bauweise. Diese Art von Häusern haben solide Steinmauer am Erdgeschoss und holzverkleidete Außenwände, die vor der Feuchtigkeit und Salzigkeit des Meeres schützen. Zu erwähnen ist auch, dass das historische Museum Sozopols die reichste Sammlung von antiken Ankern in Bulgarien besitzt.
Die Stadt hat ein eigenartiges, romantisches Ambiente und gilt als die Stadt der Fischer, der Poeten und der Maler.

Verfasserin: Nadezhda Ignatova